Die Aufgabe dieses Ratgebers ist es, zu informieren wie dick die Wände eines Hauses sein sollen. Für viele die vorhaben ein Haus zu bauen, ist dieses Thema nämlich ziemlich verwirrend. So haben zum Beispiel Zwischenwände im Inneren der Wohnung andere Maße als tragende Mauern oder Außenwände. Hierzulande werden häufig Ziegeln zum Aufbau von privaten Gebäuden verwendet. Mit diesen Materialien sind beinahe alle architektonischen Formen möglich.

Außenwände stellen nicht bloß die Gebäudehülle dar. Sie müssen nämlich auch die Anforderung für die Wärmedämmung erfüllen, um ein Mikroklima bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie Schallschutzqualitäten zu gewährleisten. Es wird zwischen einschaligen und zweischaligen Außenwänden unterschieden.

Tragende Wände müssen über die nötige Festigkeit und Stabilität verfügen, außerdem ist es wichtig, dass sie sich durch eine Feuerbeständigkeit auszeichnen. Tragende Wände haben in erster Linie die Funktion, Lasten zu tragen. Diese Elemente sind einer Kompression ausgesetzt, sodass ihr Widerstand von der Dicke des Materials und der Höhe abhängt.

Nicht tragende Innenwände sind hierzulande aber auch in unseren Nachbarländern häufig in Trockenbauweise hergestellt. Außerdem werden beispielsweise kostengünstige Wände aus Ytongsteinen aufgezogen. Nicht tragende Innenwände haben die Hauptfunktion, zu trennen oder zu isolieren und nicht mehr Lasten aufzunehmen als durch ihr eigenes Gewicht erzeugt wird.

In der Regel machen sich Hausbesitzer keine Gedanken über die Wandstärke ihres Heims. Bei einem Neubau oder bei Renovierungen ist zu bedenken, dass die Außenmauern das Dach tragen müssen und dass sie die Temperaturen im Inneren angenehm zu halten haben. Meist ist noch eine zusätzliche Isolierung nötig. Zu bedenken gilt es, dass extra dicke Außenwände mehr Platz beanspruchen. Dies kann gerade bei einer begrenzten Grundstückfläche zu Problemen führen.

Die Stärke der Wände richtet sich nach ihren Funktionen

Außenwände: Es wird zwischen einschaligem und zweischaligem Mauerwerk unterschieden

Außenwände: Bei Außenwänden sind folgende Bedingungen erforderlich: der Windwiderstand, der Widerstand gegen äußere Schwerkraft, eine gute Wärmedämmung, ein gutes äußeres und inneres Erscheinungsbild usw. Außenwände sind im Allgemeinen immer tragend. Außerdem wird zwischen einschaligen und zweischaligen Außenwänden unterschieden. Bei einer Klinkerfassade handelt es sich zum Beispiel um ein zweischaliges Mauerwerk. Wird die äußere Wand dagegen aus Backsteinen oder Beton angefertigt, dann ist es ein einschaliges Mauerwerk. Die Stärke der Außenfassade ist natürlich immer von der Belastung abhängig. Desto höher die Wand, umso dicker muss sie sein um den Belastungen standhalten zu können. Bei extrem starken Außenwänden ist in der Regel eine spätere Isolierung oder Dämmung gar nicht mehr nötig und Sie können sich diesen Aufwand ersparen. Für die Dicke der Außenmauern gibt es fünf Standardmaße. Die hierzulande üblichen Stärken liegen bei: 49 cm, 42,5 cm, 36,5 cm, 30 cm sowie bei 24 cm. Außenwände werden nach dem Trocknen der Fundamente angefertigt. Sie bilden das Grundgerüst des Hauses und tragen außerdem das Dach. Es gibt unterschiedliche Arten von Außenwänden wie etwa die Sensorwände, die speziell an bioklimatischen Häuser angepasst werden, um dort die Solarheizung zu optimieren. Anzuführen gilt es zudem, dass Isolierungen auch an den Außenwänden vorgenommen werden können.

Die Dimensionierung von tragenden Innenwänden

Tragende Innenwände unterstützen die Struktur eines Hauses vom Boden bis zur Decke. Die tragenden Wände können aus verschiedenen Materialien bestehen wie etwa: Ziegeln, Betonblöcken oder aus Stahlbeton. Sie sind statisch stärker belastbar als einfache Trennwände. Bei Neubauten muss eine tragende Innenwand mindestens eine Stärke von 11,5 cm aufweisen. Ideal wären aber Maße von 17,5 cm. Eine tragende Wand wird häufig auf dem Fundament aufgesetzt, dadurch ist eine große Stabilität gegeben. Bevor eine tragende Wand entfernt wird, muss ein Architekt oder ein Bausachverständiger konsultiert werden. Diese Experten werden Ihnen sagen, ob die Veränderungen möglich sind oder nicht. Solche Arbeiten sollten grundsätzlich nur Fachleute durchführen.
Was ist eine Querwand? Eine Querwand, die sich über die Breite der Wohnung oder des Gebäudes erstreckt hilft die Struktur zu stärken, während sie eine Trennung der Räume schafft. Es handelt sich dabei um eine tragende Wand. Wenn diese in der Längsrichtung verläuft, kann sie das Gewicht der Decke tragen. Diese Bauweise ist allerdings eher selten. Die Mindeststärke von Querwänden liegt bei 11,5 cm.

Die Stärke von nichttragenden Trennwände zwischen den Innenräumen

Nichttragende Innenwände werden hierzulande aus verschiedenen Materialien hergestellt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Terrakotta-Steine, Gipskartonplatten oder um Kalksandsteinwänden. In Wänden aus Gipskarton auf Holzrahmenschenkel oder Metallprofilen werden häufig Wasser oder Elektroleitungen verlegt. Zwischen- oder Trennwände dienen zur Zimmeraufteilung. Trennwände haben nicht die gleiche Stärke wie ein tragendes Mauerwerk. Sie können zudem ohne eine vorige Genehmigung entfernt werden. Allerdings ist auf die Leitungen in den Wänden zu achten. Wenden Sie sich daher an einen Fachmann. Die Standardstärke bei nicht tragenden Wänden beträgt im Allgemeinen 11,5 cm. Allerdings sind auch geringere Maße von 5,2 cm und 7,1 cm möglich.
TIPP: Sie können sich aber auch für eine bewegliche Trennwand entscheiden, um ein Zimmer in mehrere Räume zu unterteilen. Eine wasserabweisende Trennwand für das Badezimmer besteht meist aus Zellulosefaserplatten.