Renovierung planen – mit 3D CAD Software

Hausrenovierung: Planung und erste Schritte

Die Zeit hinterlässt Spuren. Auch an Gebäuden. Erst sind es nur ein paar Stellen, denen man ansieht, dass sie nicht mehr ganz neu sind. Doch früher oder später ist nicht mehr zu übersehen, dass eine Renovierung fällig wird. Je nachdem, wie groß das Haus ist und was genau zu tun ist, kann es schwer ins Geld gehen, wenn man alle Arbeiten von professionellen Handwerkern durchführen lässt. Doch das muss nicht sein, denn bei Renovierungsarbeiten kann ein Hausbesitzer vieles selbst in die Hand nehmen. Zum Beispiel die Planung. Im Folgenden erfahren Sie, was dabei zu beachten ist.

Nicht jede Renovierung ist gleich

Unter Renovierung versteht man im Allgemeinen alle Arbeiten an einem Haus, durch die es optisch und technisch wieder auf den neuesten Stand gebracht wird. Zu den üblichen Renovierungsarbeiten gehören zum Beispiel das Verputzen und ein neuer Anstrich der Hausfassade oder eine neue Wandgestaltung der Innenräume. Möglicherweise brauchen einige Räume neue Fußbodenbeläge oder ein einzelner Raum hat dringend eine optische Auffrischung nötig. Ob mit Farbe oder Tapeten ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Gute Planung ist alles

Bevor die detaillierte Planung beginnt, sollte sich der Hausbesitzer einen Überblick verschaffen, wie viel Zeit die Renovierung in Anspruch nehmen wird. Dabei gilt es abschätzen, welche Einschränkungen den Bewohnern des Hauses durch die Arbeiten zugemutet werden und wie man sie möglichst gering halten kann. Falls die Renovierung mehrere Tage dauern wird, sollten die Bewohner rechtzeitig darüber informiert werden.

Auch die äußeren Umstände der Renovierung sollten so genau wir möglich geplant werden. Falls mit größeren Behinderungen für die Bewohner zu rechnen ist, sollten Familien mit kleinen Kindern oder mit älteren oder behinderten Angehörigen die Möglichkeit haben, sich für diesen Zeitraum eine alternative Unterkunft zu suchen. Auch die Nachbarn werden dankbar sein, wenn sie rechtzeitig darüber informiert werden, dass es während der Renovierungsdauer zu Behinderungen kommen und möglicherweise etwas lauter zugehen kann.

Material-Planung

Um eine Renovierung zügig durchführen zu können, müssen alle benötigten Materialien und die passenden Werkzeuge im richtigen Moment zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund sollte der Hauseigentümer, sobald seine Planung steht, eine genaue Liste zusammenstellen, in der alles verzeichnet ist, was für die Arbeiten benötigt wird. Wichtig ist, dass diese Liste frühzeitig komplett ist, damit noch genügend Zeit bleibt, um alles Fehlende zu besorgen. In jedem Fall sollten die folgenden Werkzeuge und Materialien zu Beginn der Arbeiten vollständig vorhanden sein:

Malerarbeiten

Hier ist ohne Frage die Farbe das wichtigste Arbeitsmittel. Natürlich im gewünschten Farbton und in der passenden Qualität. Dazu gehören Farbroller und Pinsel in allen benötigten Größen. Wenn nicht nur die Wände, sondern auch die Decke gestrichen werden sollen, müssen genügend Abdeckfolien vorhanden sein, die groß genug sind, um alle Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge vor Farbspritzern zu schützen.

Damit auch Steckdosen, Türen, Fensterrahmen, Lichtschalter und alles, was keine Farbe abbekommen soll, davor verschont bleiben, gehört auf alle Fälle genügend Malerkrepp zum Abkleben in den Werkzeugkoffer. Eine Leiter und eine Teleskopstange sorgen dafür, dass der Maler mit Farbrolle und Pinsel bis zur Decke reichen kann. Wenn viel Farbe benötigt wird, zum Beispiel für den neuen Anstrich der Außenfassade, empfiehlt sich ein Farbrührer oder zumindest ein solider Rührstab, damit die Konsistenz der Farbe auf der gesamten Fläche einen gleichmäßigen Auftrag ergibt.

Tapezierarbeiten

Bevor man mit dem Tapezieren anfangen kann, muss meistens zunächst die vorhandene Tapete von der Wand entfernt werden. Ein Tapetenlöser macht es leicht, sie mit einem Schaber oder einem Spachtel abzulösen. Beide Werkzeuge und eine Igelwalze sollten dafür unbedingt zur Hand sein. Für die Grundierung der rohen Wand werden ein Grundier-Roller, ein Tapetengrund und etwas Tiefengrund benötigt.

Sobald es ans Tapezieren geht, sollten neben den ausgewählten Tapetenrollen ein Behälter für den Kleister und eine breite Bürste oder ein Kleisterroller zum Auftragen bereit liegen. Um die Tapeten zuschneiden und einkleistern zu können, braucht man einen Tapeziertisch als stabile Unterlage. Ein Bleistift wird benötigt, um Markierungen anzubringen. Mit einer Schere, einem Tapetenlineal oder einem Cutter kann man die einzelnen Bahnen sauber zuschneiden. Ein Meterstab sorgt dafür, dass die Maße stimmen, und mit einer Schlagschnur geht man sicher, dass die Tapete wirklich senkrecht hängt. Wer ganz exakt arbeiten möchte, sollte dafür eine Wasserwaage in seinen Werkzeugkasten legen.

Fußböden verlegen

Wenn in einem Haus Renovierungen anstehen, ist häufig auch ein neuer Fußboden fällig. Welches Werkzeug dabei zum Einsatz kommt, hängt ganz davon ab, aus welchem Material der neue Boden besteht. Ein Zollstock gehört in jedem Fall zur Ausrüstung und ebenso ein Bleistift für Markierungen. Und natürlich eine Kreissäge. Es ist sinnvoll, zusammen mit dem neuen Bodenbelag eine PE-Folie und, falls nötig, eine Dämmunterlage zu besorgen. Auch an Sockelleisten und passende Übergangsprofile sollte man dabei denken.

Kostenplanung

Eine Renovierung kann ins Geld gehen, daher ist es sinnvoll, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, welches Budget dafür zur Verfügung steht. Der finanzielle Rahmen gibt vor, welche Materialien in Frage kommen und welche nicht. So kann man vermeiden, dass die Kosten aus dem Ruder laufen.

Eine gründliche Liste mit allen Materialien und Werkzeugen, die für die Renovierung zu beschaffen sind, ist eine solide Grundlage, um die zu erwartenden Ausgaben im Griff zu behalten. Dabei empfiehlt es sich, etwas Spielraum nach oben offen zu lassen, um zu vermeiden, dass nicht eingerechnete Kosten den finanziellen Rahmen sprengen. Erfahrene Bauherren wissen, dass bei nahezu jedem Projekt Kosten entstehen, die im Budget nicht vorgesehen sind. Hier schützt eine entsprechende Toleranz in der Kostenplanung vor bösen Überraschungen. Erst wenn feststeht, dass auch unerwartete Ausgaben vom Budget gedeckt sind, kann es mit den Arbeiten losgehen.