Fertighaus Villa selber planen – mit 3D Programm

Wie plane und baue ich selbst ein Fertighaus?

Der Bau eines Fertighauses bietet die einmalige Möglichkeit, sein Eigenheim in einer besonders kurzen Zeit zu errichten und es schlüsselfertig in Empfang zu nehmen. Durch Musterhäuser und Prospekte erhält man einen klaren Eindruck dessen, was einen erwartet. Alles andere erfolgt gemäß individueller Absprachen mit der Fertighausfirma. Immer mehr Anbieter von Fertighäusern betreten mittlerweile den Markt, was für die Konsumenten zu mehr Transparenz und Verhandlungsspielräumen führt. Dazu sind auch die Gestaltungsmöglichkeiten immer vielseitiger, und es kann auf Bedürfnisse wie zum Beispiel das barrierefreie Wohnen eingegangen werden. Das Fertighaus unterscheidet sich in seiner Gestaltung und Qualität heute kaum noch von einem herkömmlich errichteten Eigenheim.

Die Massivbauweise

Wer an ein Fertighaus denkt, der verbindet mit diesem häufig eine Leichtbauweise und damit verbunden eine minderwertigere Qualität. Doch dieses Vorurteil ist schon lange überholt. Mit zunehmendem Maße bieten die Hersteller auf Fertighäuser in Massivbauweise an. Dabei ist mit keinem erhöhten Zeitaufwand gegenüber der herkömmlichen Bauweise zu rechnen. Auch die Erstellung eines Massivbaus ist in vergleichsweise kurzer Zeit möglich. So bedeutet die Entscheidung für ein Fertighaus nicht zwangsläufig, sich mit einer minderen Qualität begnügen zu müssen, sondern es kann die Vorzüge der Fertigbauweise mit einer stabilen Konstruktionsweise verbunden werden.

Anpassung an die individuellen Wünsche

Früher war es üblich, dass man sich das Fertighaus anhand eines Kataloges aussuchte. Hier war das Wesentliche schon vorgegeben und es ging im Einzelnen nur noch darum, sich für bestimmte Farben oder Materialien für den Innenausbau zu entscheiden. Dies sieht heute ganz anders aus. Interessenten können zum einen zwischen verschiedenen Bautypen wählen, so dass nicht jedes Fertighaus dem anderen gleicht. Selbst wenn in der Angebotspalette nicht die gewünschte Hausform erhältlich ist, ist dies noch kein Grund, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen. Auf Wunsch können auch individuelle Lösungen gefunden werden. Am Ende spart sich der Bauherr den Architekten, da das Grundkonzept erhalten bleibt und nur eine Anpassung stattfindet. Die Auswahl der verschiedenen Modelle ist daneben mittlerweile sehr umfangreich, so dass viel Spielraum für eigene Wünsche besteht.

Je individueller der Bau jedoch wird, desto stärker steigen auch die Kosten. Allerdings kann auch die Fertigbaufirma einen Architektenentwurf oder einen eigenhändig geplanten Entwurf umsetzen. Die Fertigung der einzelnen Bauteile findet dann auf speziellen Wunsch statt. Zudem muss hier bedacht werden, dass die Anfertigung der Teile Zeit in Anspruch nimmt, da nicht auf fertige Teile aus dem Vorrat zurückgegriffen werden kann. Dies verzögert natürlich das ganze Projekt. Wer jedoch keinen zeitlichen Druck verspürt und auch bereit ist für das Fertighaus etwas mehr zu zahlen, der erhält am Ende ein Fertighaus mit höchstmöglicher Individualität.

Welche Vorteile bietet das Fertighaus ?

Der Bau eines Fertighauses steht der klassischen Errichtung eines Eigenheimes grundsätzlich in nichts nach. Die Qualität wird garantiert und es werden hochwertige Materialien verwendet. Auch wird wie bei konventionellen Hausbau eine Bodenplatte gegossen, die den Sockel darstellt. Allerdings wird nun nicht Stein für Stein der Rohbau gemauert. Es werden hier Wände hochgezogen, die zunächst einmal aushärten müssen. Diese Schritte entfallen beim Bau eines Fertighauses. Hier werden ganze Wände als fertige Bauteile angeliefert, die schon ihre endgültige Form haben.

Die Wände können sich je nach Kundenwunsch aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzen. Der Aufbau des gesamten Grundgerüstes ist auf diese Weise innerhalb eines Tages zu bewerkstelligen. Beim konventionellen Hausbau sind Bauarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen tätig. Auch dies entfällt beim Fertigbau. Somit werden an dieser Stelle effektiv Personalkosten eingespart und der Gesamtpreis fällt niedriger aus.

Durch die schnellen Aufbauarbeiten ist der Zeitrahmen bis zum Einzug überschaubar. Sobald der Rohbau steht, kann mit den Innenarbeiten begonnen werden. Daneben wird auch die Fassade fertiggestellt und das umliegende Gelände wie der Garten können bereits in Angriff genommen werden. Die Arbeiten müssen nicht zeitlich versetzt durchgeführt werden, sondern es kann an allen Orten gleichzeitig gearbeitet werden. Auch hieraus ergibt sich wieder eine Zeitersparnis. Die ungefähre Zeitersparnis lässt sich anhand eines beispielhaften Bauvorhabens erkennen. Ein Einfamilienhaus mit einer Fläche von 150 qm beträgt die übliche Bauzeit bei einer herkömmlichen Bauweise etwa 9 Monate.

Ein vergleichbares Fertighaus hingegen benötigt lediglich 3 Monate. Hier kann auch flexibler auf äußere Einflüsse wie das Wetter Rücksicht genommen werden. Während einer 9-monatigen Bauphase wird immer eine Regenzeit oder sogar Frost und Kälte auftreten, was Außenarbeiten unmöglich macht. Dadurch verzögert sich das gesamte Bauvorhaben. Die dreimonatige Bauphase des Fertighauses kann hingegen auch gezielt in die Sommermonate gelegt werden, so dass hier problemlos durchgearbeitet werden kann. Viele Bauherren zahlen während der Bauphase noch die Miete für ihre bisherige Unterkunft, was natürlich auch auf die entstehenden Kosten aufgeschlagen werden muss.

Ein wichtiger Schritt: Die Budgetplanung

Die Preisspanne für ein Fertighaus ist groß. Das liegt an den unzähligen Optionen der Fertigbauweise hinsichtlich der Größe und auch der verwendeten Materialien für den konkreten Innenausbau. Die unterste Spanne beginnt etwa bei 80.000 Euro. Hinzu kommt in jedem Fall noch der Kaufpreis für das Grundstück. In dieser Größenordnung liegt man bei einer eher kleineren Hausgröße und einem einfachen Ausbau. Allerdings haben so auch Geringverdiener die Möglichkeit, sich ein eigenes Haus leisten zu können. Gleiches gilt für Bauherren, die Probleme haben, einen Kredit bewilligt zu bekommen und den Großteil aus eigener Tasche zahlen müssen. Diese günstige Lösung verschafft dem Bauherrn dennoch die Möglichkeit, von einer Mietwohnung auf ein Eigenheim umzusteigen. Auch bindet man sich mit einer derart günstigen Option keinen langjährigen Kredit ans Bein, den man vielleicht bis an sein Lebensende abzuzahlen hat.

Eine weitere interessante Option sind sogenannte Pauschalangebote. Hier bieten Firmen ein Komplettpaket an, bestehend aus einem Fertighaus mit vorgegebenem Haustyp und Innenausbau sowie dem dazugehörigen Grundstück. Hier sind häufig besondere Grundstücke und Lagen zu finden. Lediglich hinsichtlich der freien Gestaltung muss man hier Abstriche machen. Wer bereit ist, einen solchen Kompromiss einzugehen, der kann bis zu 25 Prozent des Ursprungspreises einsparen. Zusätzlich erhält man ein Haus in einer begehrten Wohnlage.

Mit dem Kauf eines Eigenheims leistet man zudem auch noch etwas für die Altersvorsorge. Dauerhafte Mietzahlungen gehen ins Leere und man hat am Ende keinen Gegenwert für sein Kapital erhalten. Anders sieht dies bei der Finanzierung des Eigenheimes aus. Hier steht am Ende das Eigenheim auf der Habenseite. Zudem sind die Kreditraten oft im Verhältnis günstiger als die monatlich zu leistenden Mietzahlungen, so dass unter dem Strich sogar noch mehr Geld zum Leben übrig bleibt.